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Grätzl

Karmelitermarkt: der Markt vor unserer Tür

28. September 2026

Der Karmelitermarkt ist unser Nachbar, seit wir 2010 am Karmeliterplatz aufgesperrt haben. Seine Geschichte, was es dort heute gibt und wie du Markt und Tachles verbindest.

Der Karmelitermarkt ist unser Nachbar. Wir sitzen seit 2010 am Karmeliterplatz 1 in der Leopoldstadt, und der Markt liegt gleich nebenan – ein paar Schritte, und du stehst zwischen den Standln. Wenn du also „Lokal am Karmelitermarkt“ in dein Handy tippst, dann sind wir eine ehrliche Antwort: ein Kulturcafé mit Küche, Bar und einer Bühne im Keller. Wir sind für dich da. Seit 2010.

Hier erzählen wir dir, was wir über den Markt vor unserer Tür wissen. Nicht vom Hörensagen, sondern aus den Seiten der Stadt Wien – und aus unserer Nachbarschaft seit 2010.

Die Geschichte des Karmelitermarkts

Der Markt ist alt. Sehr alt. 1671 bekamen die Bewohnerinnen und Bewohner hier von Kaiser Leopold I. Marktprivilegien: Sie durften einmal pro Woche einen Lebensmittel- und Viehmarkt abhalten. Und zwar auf dem Platz vor der Karmeliterkirche – also am Karmeliterplatz, dort, wo wir heute sitzen. Seinen Namen hat der Markt von dieser Kirche. Früher hieß er Markt im Werd.

Das Wien Geschichte Wiki der Stadt bringt die Entstehung des Marktes mit der Vertreibung der Jüdinnen und Juden aus dem Ghetto im Unteren Werd in Verbindung, der heutigen Leopoldstadt.

1910 zog der Markt um, auf seinen heutigen Platz zwischen Im Werd, Haidgasse, Leopoldsgasse und Krummbaumgasse. Damals hatte er 215 Verkaufsplätze auf 6.760 Quadratmetern. Auf diesem Grund stand bis 1888 ein Zucht- und Arbeitshaus.

Der Karmelitermarkt heute

Heute kommen laut Stadt Wien rund 17.200 Menschen pro Woche. Die Stadt nennt ihn einen der Geheimtipps unter den Wiener Märkten. Bei 17.200 Leuten pro Woche ist das mit dem Geheimen natürlich so eine Sache – aber gut, wir verraten es ja auch nur dir.

Am Freitag und Samstag wird es richtig groß: Dann ist der Karmelitermarkt einer der größten Bauernmärkte Wiens, mit 60 Plätzen.

Was du dort findest, laut Stadt:

  • Käse aus verschiedenen Ländern
  • Obst und Gemüse
  • Bioprodukte, zum Beispiel Geselchtes
  • Milchprodukte
  • frischen Fisch und Meeresfrüchte
  • Pferdefleisch

Namen von einzelnen Standln nennen wir hier bewusst nicht. Geh einfach durch und schau, wer dich anlacht. Das ist sowieso die beste Art, einen Markt kennenzulernen.

Wann hat der Karmelitermarkt offen?

Die Öffnungszeiten des Marktes legt die Stadt fest, und sie können sich ändern. Darum schreiben wir sie hier nicht hin, sondern schicken dich direkt zur Quelle: Die aktuellen Marktzeiten findest du auf der Seite der Stadt Wien zum Karmelitermarkt.

Mit unseren eigenen Zeiten machen wir es genauso: Die aktuellen Öffnungszeiten stehen unten auf jeder Seite.

Erst Markt, dann Tachles

Unser Vorschlag für einen guten Tag im Grätzl ist nicht kompliziert.

Am Samstag: Vormittags über den Bauernmarkt, einkaufen, schauen, plaudern. Am Wochenende sperren wir früher auf als unter der Woche, du musst also nicht bis zum Abend warten. Sackerl unter den Tisch, hinsetzen, durchatmen.

Am Freitag: Tagsüber Bauernmarkt, später zu uns. Unter der Woche, also auch am Freitag, sperren wir erst am Nachmittag auf – dann wird aus dem Einkauf ein Abend.

Und was isst man nach dem Markt? Wir hätten da ein paar Ideen:

  • Pierogi. Die Spezialität des Hauses. Gault&Millau 2026 schreibt, sie seien „wahrscheinlich die besten in Wien“. Wir haben sieben Sorten, darunter vegane (Stand Herbst 2026). Mehr dazu in unserem Text über Pierogi in Wien.
  • Rindsuppe mit Nudeln. Eine unserer versteckten Perlen – für viele die beste Rindsuppe Wiens. Nach einem kalten Markttag genau das Richtige.
  • Kaffee. Unser Kaffee kommt von der Kaffeerösterei Alt Wien. Wer um den Markt gegangen ist, hat sich einen verdient.

Die ganze Auswahl steht in der Speisekarte.

Draußen sitzen, mit Blick auf den Platz

Unser Schanigarten steht am Karmeliterplatz – dreimal war er für den Goldenen Schani nominiert. Du sitzt also auf dem Platz, auf dem 1671 der Markt angefangen hat. Mehr über den Garten liest du in Gastgarten am Karmeliterplatz.

Und falls du mit Kinderwagen unterwegs bist: Mit dem Kinderwagen kommst du bei uns rein. Das ist an einem Markttag mit vollen Taschen mehr wert, als man denkt.

Anreise zum Karmelitermarkt

Mit den Öffis geht's leicht: U1 bis Nestroyplatz, U2 bis Taborstraße, oder mit der Straßenbahn 2 und dem Bus 5A. Das ganze Grätzl rund um den Markt erklären wir dir in unserem Guide zum Karmeliterviertel.

Kurz gesagt

Der Karmelitermarkt ist seit 1671 ein Stück Leopoldstadt. Heute ist er am Freitag und Samstag einer der größten Bauernmärkte Wiens. Und wir sitzen seit 2010 gleich nebenan, dort, wo alles angefangen hat.

Also: erst Markt, dann Pierogi. Jetzt aber Tachles!

Kommst du mit mehreren, reservier dir am besten einen Tisch.

Hunger bekommen? Schau in die Speisekarte oder reservier dir einen Tisch.

Öffentliche Abende im Kulturkeller: Lesungen und Konzerte.

DAS KULTURCAFÉ tachles

KARMELITERPLATZ 1

1020 WIEN

MO–MI 16.00 - 23.00

DO–SA 16.00 - 01.00

+43 1 212 03 58

TACHLES @ GMX .AT

INSTA: TACHLES .WIEN

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Kulturcafé, Restaurant und Bar in Wien-Leopoldstadt, 1020 — am Karmeliterplatz, gleich beim Karmelitermarkt. Spezialität des Hauses: sieben Sorten Pierogi (Gault&Millau 2026). Kulturkeller mit Bühne und Klavier für bis zu 80 Personen. Gastgarten am Karmeliterplatz, dreimal für den Goldenen Schani nominiert.