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Küche

Pierogi in Wien (Piroggen): sieben Sorten am Karmeliterplatz

27. August 2026

Gault&Millau 2026 nennt unsere Pierogi „wahrscheinlich die besten in Wien“. Sieben Sorten Piroggen, darunter vegane – am Karmeliterplatz 1.

Der Gault&Millau hat unsere Pierogi 2026 „wahrscheinlich die besten in Wien“ genannt. Auf Deutsch liest man oft Piroggen – gemeint sind dieselben gefüllten Teigtaschen aus der polnischen Küche. Bei uns gibt es sieben Sorten, vegane sind dabei, und gegessen werden sie dort, wo sie hingehören: am Karmeliterplatz 1, an einem Tisch, mit Zeit.

Wenn du „Pierogi Wien“ oder „Piroggen“ gegoogelt hast und wissen willst, was dahintersteckt: Hier ist die ehrliche Antwort. Ganz ohne Geheimzutat, die wir dir sowieso nicht verraten würden.

Woher die Rezepte kommen

Nicht aus einem Kochbuch. Sie kommen aus der polnischen Küche – das ist die Herkunft der Gerichte, nicht das, was wir sind. Wir sind ein Kulturcafé. Viele davon sind Großmutterrezepte. Und Großmutterrezepte haben bekanntlich alle denselben Schönheitsfehler: „eine Handvoll“, „so lange, bis es passt“.

Genau da kommt Magdalena Mitura ins Spiel. Die Küche ist ihr Reich, und sie macht mit diesen Rezepten das, was Großmütter selten getan haben: Sie wiegt sie ab. Sie misst. Sie verbessert, was besser gehen kann – Omas Rezepte und ihre eigenen bekommen dieselbe Behandlung. Und sie behält das Team im Auge.

Das ist der ganze Trick, und er ist weniger romantisch, als man denkt: ein gutes Rezept, eine Waage und jemand, der hinschaut.

Marcin Gorski, gelernter Koch und die Seele des Hauses, steht genauso in der Küche wie hinter der Bar und im Service. Bei uns ist die Küche kein abgeschlossener Trakt, aus dem gelegentlich Teller kommen. Sie ist der Betrieb.

Sieben Sorten Piroggen – was gerade auf der Karte steht

Pierogi sind unsere Spezialität, also gibt es sie hier schwarz auf weiß, alle sieben beim Namen:

  • Ruskie – Erdäpfel und Topfen
  • Tofu – vegan
  • Spinat
  • Schweineschinken
  • Bauern – Schweineschinken und Buchweizen
  • Kraut und Steinpilze – vegan
  • Gerste und Steinpilze – vegan

Serviert werden sie mit Röstzwiebeln, und zwar so, wie du willst: eine Sorte oder gemischt. Wenn du dich zwischen Bauern und Steinpilz nicht entscheiden kannst – genau dafür gibt es gemischt.

Und dann ist da noch unser Geheimtipp für danach: süße Pierogi mit Erdbeere, Heidelbeere oder Topfen, auch vegan möglich.

Stand Herbst 2026 – was gerade drauf ist, steht in der Speisekarte. Unsere fixe Karte wechselt nur alle zwei Jahre, dazu kommen zwei Saisonkarten. Pierogi bleiben, drumherum bewegt sich einiges.

Was sonst noch auf den Tisch kommt

Neben den Pierogi sind Barszcz, Bigos und Szarlotka die Aushängeschilder unserer Karte. Und eine stille Empfehlung für alle, die das Offensichtliche schon kennen: die Rindsuppe mit Nudeln. Viele Gäste behaupten, das sei die beste in Wien. Wir widersprechen ihnen nicht besonders energisch. Mehr dazu in Bigos, Barszcz und Rindsuppe.

Wer die ganze polnische Küche bei uns im Überblick will, liest weiter in Polnisch essen in Wien.

Warum Pierogi ausgerechnet am Karmeliterplatz

Weil dieser Platz nie nur eine Sache war.

Das Karmeliterviertel in der Leopoldstadt ist gemischt, künstlerisch, ein Marktgrätzl – und es ist die historische jüdische Gegend Wiens. Der Karmelitermarkt hat genau hier angefangen: Mit den Marktprivilegien von Kaiser Leopold I. durften die Leute ab 1671 einen wöchentlichen Markt auf dem Platz vor der Karmeliterkirche abhalten – also dort, wo heute Tachles steht. 1910 ist er an seinen heutigen Platz gezogen. Mehr über den Markt liest du in Karmelitermarkt.

Das steckt sogar in unserem Namen. „Tachles“ kommt aus dem Jiddischen und heißt: Klartext reden, zur Sache kommen. Den Namen gibt es hier seit 1991. Als wir das Lokal 2010 übernommen haben, haben wir ihn behalten – aus Respekt vor der Geschichte und dem multikulturellen Charakter des 2. Bezirks, mit dem die jüdische Kultur seit Jahrhunderten eng verbunden ist. Mehr dazu in Was heißt Tachles?.

Und falls du dich fragst, wie man das jetzt schreibt: Pierogi ist die Mehrzahl, eine einzelne heißt Pieróg, auf Deutsch liest man meistens Piroggen. Uns ist die Schreibweise ziemlich egal. Uns ist wichtig, was am Teller liegt.

Pierogi 4 Peace

Eine Position auf der Karte ist keine normale Bestellung. Bei Pierogi 4 Peace geht von jeder Portion ein fester Betrag an die Gruft der Caritas. Kein Prozentsatz, keine Aktionswoche, kein Countdown – das läuft seit 2025. Preis und Spendenbetrag stehen bei der Position in der Speisekarte, die Hintergründe in Pierogi 4 Peace.

Mehr Worte braucht das nicht. Du bestellst Pierogi, jemand anderer bekommt etwas davon ab.

Wenn du vorbeischauen willst

Die aktuellen Öffnungszeiten stehen unten auf jeder Seite. Zu uns kommst du mit den Öffis: U1 bis Nestroyplatz, U2 bis Taborstraße, Straßenbahn 2 oder Bus 5A.

Einen Lieferdienst haben wir nicht, online bestellen kannst du bei uns auch nicht. Einen Tisch reservierst du telefonisch, per Mail oder über das Reservierungsformular.

Komm vorbei, setz dich, nimm dir Zeit. Reden hilft, Pierogi auch.

Hunger bekommen? Schau in die Speisekarte oder reservier dir einen Tisch.

Öffentliche Abende im Kulturkeller: Lesungen und Konzerte.

DAS KULTURCAFÉ tachles

KARMELITERPLATZ 1

1020 WIEN

MO–MI 16.00 - 23.00

DO–SA 16.00 - 01.00

+43 1 212 03 58

TACHLES @ GMX .AT

INSTA: TACHLES .WIEN

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Kulturcafé, Restaurant und Bar in Wien-Leopoldstadt, 1020 — am Karmeliterplatz, gleich beim Karmelitermarkt. Spezialität des Hauses: sieben Sorten Pierogi (Gault&Millau 2026). Kulturkeller mit Bühne und Klavier für bis zu 80 Personen. Gastgarten am Karmeliterplatz, dreimal für den Goldenen Schani nominiert.